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Der Gründer der Schule für Gesang „art of voice“ in Nürnberg, Dipl. Mus. Holm Kaulfuß, im Interview.
Frage: Warum hast Du diese Schule für Gesang gegründet?
Holm: Schon während meines Gesangsstudiums an der Hochschule für Musik in Weimar haben sich mir folgende Fragen aufgedrängt: Warum soll ich mich auf einen bestimmten Stil festlegen? Warum immer nur vom gleichen Lehrer lernen?
Wo bleibt die Vielfalt der Musik? Warum so wenig Abwechslung beim Unterricht?
Frage: Es ist sicher schwierig, herauszufinden, welche Richtung die passende für den Einzelnen ist. Wie kann diese Herausforderung bewältigt werden?
Holm: Das ist richtig! Wenn ich nicht weiß, welche Möglichkeiten ich habe, welche Wege einzuschlagen sind und wohin sie überhaupt führen – dann kann ich mich entweder nur sehr schwer entscheiden oder ich nehme womöglich den falschen Weg.
Frage: Das klingt nach schwierigen Entscheidungen! Gibt es hier denn echte Hilfestellung für den Schüler?
Holm: Bei uns schon! Das ist ja gerade unsere Philosophie: Wir beschreiten mit unserem Konzept wirklich neue Wege. Denn bei art of voice ist gerade die Vielfalt klärend! Denn durch sie stehen unseren Schüler alle Möglichkeiten offen: Ob Pop, Rock, Jazz, Musical oder Klassik - wir unterrichten alle Stilrichtungen und alle Leistungsstufen.
Frage: Ist soviel Auswahl nicht verwirrend für den Schüler?
Holm: Nein – ganz und gar nicht. Denn wir lassen ja keinen mit der Qual der Wahl allein. Gemeinsam mit dem Schüler gehen wir auf die Suche nach dem ganz persönlichen Potential und orientieren uns an individuellen Wünschen und Vorlieben. So entsteht der Weg ganz von selber. Wir sind stolz darauf, unsere Schüler genau zu kennen und ihnen somit den allerbesten Unterricht garantieren zu können!
Frage: Das klingt vielversprechend... Warum kann man bei art of voice eigentlich keine kostenlose Probestunde nehmen?
Holm: Wissen Sie, in 45 Minuten kann nicht einmal der allerbeste Lehrer oder der aufnahmefähigste Schüler herausfinden, ob der Unterricht zu den Wünschen, ob der Mensch zum Menschen passt. Das braucht einfach Zeit! Wir bieten aber einen Probemonat, das heißt 4 x 45 Minuten Unterricht an: Das ist ein Rahmen, der zulässt, dass man sich kennenlernt. Dass man Potentiale richtig einschätzt. Dass man schaut, welcher Lehrer passt, welcher nicht. Wir machen uns Gedanken. Und das macht unseren Unterricht einfach richtig effektiv!
Frage: Wow. Das klingt nach einem außergewöhnlich durchdachtem Konzept ...
Holm: Das ist es auch. Ich lege Wert darauf, dass alle Lehrkräfte geschult sind, dass sie sich weiterbilden und auch Hintergrundwissen besitzen. Ein ganzes Kollegium von Gesangslehrerinnen und Gesangslehrern berät über pädagogische Fragen! Und letztenendes ist das ausgewogene Zusammenspiel von Theorie und Praxis wichtig: Neben pädagogischer Qualifikation und musiktheoretischem Wissen lege ich besonderen Wert auf praktische Bühnenerfahrung. Man kann eben nur das an Schüler weitergeben, was man selbst beherrscht.
Frage: Ein strenges Regiment! Leidet da nicht der Spaß darunter?
Holm: (Lacht herzlich) Wo denken sie hin!!? Bei uns ist alles richtig locker. Das fängt schon damit an, dass wir uns eigentlich Alle grundsätzlich duzen. Selbstverständlich nur mit Einverständnis jedes einzelnen Schülers. Der Spaß am Singen, am Ausprobieren, am Lachen – der kommt ganz von selbst. Wäre das nicht so, dann würde ich diesen Job auch nicht seit 15 Jahren machen... Obwohl – ein Job ist es im Grunde für mich nicht: Ich liebe die kleinen und die großen Erfolgsmomente meiner Schüler immer noch genauso wie am Anfang! Es geht eben nichts über ein Gesicht, dass vor Freunde am Singen strahlt. Ich bin Musiker und Mensch... und dann erst staatlich geprüfter Gesangslehrer... (lächelt)
Frage: Da will man ja gleich auch mitsingen. Kann bei euch eigentlich jeder....?
Holm: Klar! Jeder. Jede. Jeder Mensch, der gerne Lieder hört, der Melodien liebt und schon mal unter der Dusche gesungen hat! Schließlich sind wir kein elitärer Club – sondern eine Schule, die sich über alle Stimmen freut, alle bestmöglich fördert und aus jeder Kehle den schönsten Ton lockt. Da drüben hört gerade ein Schüler auf... Willst Du mit Deine ersten Probestunde anfangen....?
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